Camp + Aktion— 12.-20. April 2026 — Heidelberg— #EndCement

GEMEINSAM GEGEN DIE WELTWEITE ZERSTOERUNG DURCH DIE ZEMENTINDUSTRIE.



Warum die Protestwelle?

Wie schon im letzten Jahr kommen wir direkt vor der Hauptzentrale von Heidelberg Materials zusammen – denn der Konzern hat einiges an Dreck am stecken.

Heidelberg Materials vergiftet die Luft, heizt die Klimakrise an und zerstört Ökosysteme sowie Lebensräume. Weltweit wehren sich deshalb Gemeinschaften und Aktivist*innen gegen den Konzern:

  • Pakistanische Bäuer*innen klagen Heidelberg Materials wegen Überschwemmungen an, die durch den riesigen CO₂-Ausstoß (größer als der von ganz Belgien) des Konzerns mitverursacht werden.
  • In Indonesien leisten die Samin Widerstand gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen.
  • In der Westbank kämpfen palästinensische und israelische Aktivist*innen gemeinsam gegen völkerrechtswidrigen Rohstoffabbau.
  • Die togoische Diaspora wehrt sich gegen die Unterstützung des autokratischen Regimes in Togo durch den Konzern.
  • Die Sahrauis kämpfen gegen die Unterstützung völkerrechtswidriger und imperialistischer Bestrebungen Marokkos durch Heidelberg Materials.
  • Und das sind nur einige Beispiele.

Doch all diese Kämpfe – ebenso wie unsere Forderungen nach einem Entschädigungsfonds und einem unabhängigen Menschenrechtsbericht – werden vom Konzern konsequent ignoriert. Gleichzeitig darf sich Heidelberg Materials beim Kulturfestival Heidelberger Frühling als großzügiger Förderer inszenieren … ohne uns!

Deshalb finden parallel dazu in und um Heidelberg nicht nur widerständige Aktionen statt, sondern veranstalten wir auch das End Cement Camp! Dort wollen wir zusammenkommen, diskutieren und uns gemeinsam weiterbilden zu …

  • Solidarität: Wie sehen die Kämpfen gegen Heidelberg Materials aus und wie können wir sie unterstützen?
  • Bauwende: Wie kann eine Welt ohne Zement aussehen?
  • Widerstand: Mit welchen Strategien und Taktiken können wir wirksam für eine bessere Welt kämpfen?

Sei dabei!


Bist du dabei?

Komm vorbei! Wenn du alle Updates haben willst melde dich im Newsletter hier an – dann können wir auch grob abschätzen wie viele kommen!

Für schnelle Infos komm dazu noch in den Telegram Broadcast. Und wenn du bei Aufgaben unterstützen möchtest dann ab in die Helfer*innengruppe!

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Das Camp

Direkt vor der Heidelberg Materials Hauptzentrale im Park an der Uferstraße.

Vom Hauptbahnhof Heidelberg aus läuft du zu Fuß einfach 15 Minuten Richtung Norden. Alternativ nimmst du die Straßenbahnlinien 24 oder 25 und steigst nach 5 Minuten an der “Jahnstraße” aus.

Achtung der Jahnstraße-Steig der Straßenbahn ist nicht barrierefrei. Dafür musst du einen Bus nehmen, z.B. die 32 bis Jahnstraße oder die 31 bis Bunsengymnasium mit leider relativ langem Fußweg.

Wir haben ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Schau es hier an.

Du hast Lust noch zusätzlich einen Workshop anzubieten oder mit Kunst und Musik zu unterstützen? Richtig toll! Schreib uns einfach direkt über unsere Mail.

Ja, es wird eine KüFa (“Küche für alle”). Während gerade schon Menschen fleißig planen, freuen sie sich während dem Camp über jede Person die schnippeln hilft und eine Spende zwischen vorr. 3-5€ am Tag dalässt um die Kosten zu decken!

Wir wünschen uns, dass das Camp für alle Menschen zugänglich ist, sind uns aber bewusst, dass wir manche Bedürfnisse eventuell nicht mitdenken oder mit unseren begrenzten Kapazitäten nicht erfüllen können. Falls ihr bestimmte Bedürfnisse habt die euch den Zugang zum Camp und dem Programm erleichtern, lasst es uns gerne wissen, wir geben unser Bestes sie zu erfüllen. Meldet euch dafür gerne bei post@end-cement.earth. Wenn ihr lieber telefoniert, könnt ihr dort auch einfach eure Telefonnummer lassen mit einem Hinweis auf Barriereabbau, dann meldet sich eine Person bei euch um darüber zu sprechen, wie wir euch die Teilnahme am Camp ermöglichen können.

Zum Ort:

Das Camp befindet sich in einem Park. Dort gibt es befestigte Wege, manche Zelte stehen aber auch auf der Wiese. Einige Zelte werden mit Rasenschutzplatten ausgelegt sein. Wir haben eine barrierefreie Toilette bestellt, leider gibt es da grade Probleme mit der Firma, sodass wir im Moment nicht garantieren können, dass wir von Anfang an ein barrierefreies Klo haben werden. Wir arbeiten aber mit höchster Prio daran! Frag gerne nach, wie der Stand ist, wenn diese Information für dich relevant ist.
Das ganze Gelände ist ohne Treppen zu erreichen, Teile des Geländes sind aber abschüssig.
Der Ort ist mit dem Öffentlichen Nahverkehr zu erreichen (siehe „Wo findet es statt“, leider ist die Haltestelle direkt beim Camp nicht barrierefrei). Wenn du Hilfe bei der An- und Abreise brauchst, melde dich gerne bei uns.

Zum Programm:

Aus Geld- und Kapazitätsgründen haben wir keine Übersetzung oder Gebärdensprache ermöglichen können. Aber auch hier gilt: Fragt uns gerne an, gerade Übersetzung können wir eventuell auch gut spontan organisieren!
Die Programmpunkte sind überwiegend in deutscher Sprache, manchmal auf Englisch. Wenn du eine Hör- oder Sehbehinderung hast können wir darauf achten, dass du immer ganz vorne sitzen kannst.

Zum Essen:

Unsere Küche stellt dreimal täglich veganes Essen bereit. Wir haben keine Allergiefreie Küche, versuchen aber, Allergiearm zu kochen.
Auch hier gilt: Bei allen Allergien, Unverträglichkeiten oder anderen Bedürfnissen, melde dich bei uns und wir schauen, was wir machen können. Oft lassen sich Einzellösungen schnell und gut organisieren.

Ansprechpersonen:

Auf dem Camp wird es eine Awareness-Gruppe geben, die immer ansprechbar ist. Außerdem werden wir eine Nummer bereitstellen, bei der ihr anrufen könnt, um Wünsche zur Barrierefreiheit mitzuteilen. Diese findet ihr dann auf dem Camp, oder ihr schickt uns vorher eine Mail mit eurer Nummer, damit wir euch anrufen können.

Du wohnst nicht in Heidelberg und kannst auch nicht bei Freund*innen unterkommen? Na dann gibt’s zwei Optionen:

1.ZELTEN

Im Camp gibt es freien Platz zum Zelten, sowie Strom, Klos und Wasser. Du brauchst dich nicht anmelden, bring allerdings natürlich selber Zelt etc. mit.

Aber Obacht: Wir sind in der Heidelberger Innenstadt und in der Nähe ist eine nicht allzu wenig befahrene Straße, also bring Ohrstöpsel mit, wenn du welche brauchst.

2. BETTENBÖRSE

Wir versuchen eine Bettenbörse zu organoisieren, über die Schlafplätze für den Camp Zeitraum bei anderen Aktiven angeboten, gesucht und vermittelt werden können.

Du suchst nach einem Bett? Trag dich hier ein!
Bettenboerse_Anfrage
Das ist für mich ok:
Für den Zeitraum:
Ich bin:
FLINTA* steht für nicht cis-männliche Personen, also Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Menschen, plus weitere. Cis-Männer sind Männer, denen bei der Geburt das männliche Geschlecht zugewiesen wurde und die sich damit identifizieren.
Wichtig ist mir:
FLINTA* steht für nicht cis-männliche Personen, also Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Menschen, plus weitere.
Du kannst einen Schlaafplatz anbieten? Trag dich hier ein!
Bettenboerse_Angebot
Für den Zeitraum:
Infos zur Unterkunft:
FLINTA* steht für nicht cis-männliche Personen, also Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Menschen, plus weitere.

Wer will kann die ganze Woche bleiben und wir freuen uns drüber! Es lohnt sich aber natürlich auch jeder einzelne Tag und vor allem das Wochenende.


Die Aktionen

SCHRITT 1: AKTIONS-TRAINING

Noch kein Aktionstraing gehabt? Dort lernst du was du in Aktionen beachten musst, wie du mit Passant*innen und der Polizei umgehen kannst oder was rechtlichen Risiken sein können.

Termine folgen.

SCHRITT 2: BEZUGSGRUPPEN-FINDUNG

Du warst schon in einem Aktionstraining aber bist noch nicht in einer Bezugsgruppe organisiert? Dann ab in die Bezugsgruppenfindung.

Termine folgen.

SCHRITT 3: ACTION

Schon als Bezugsgruppe organisiert? Super, dann schreib uns eine Signal-Nachricht.

Kontakt folgt.

Zu den Aktionen gibt es einen gemeinsamen verpflichtenden Konsens:

  1. Unsere diversen Protest- und Aktionsformen vermitteln ein Bild der Vielfalt, Kreativität und Offenheit. Wir bemühen uns, Barrieren abzubauen, um allen Menschen die Teilhabe zu ermöglichen.
  2. Unsere Aktionen umfassen unterschiedliche Aktionsstufen bzw. Aktionslevel, mit denen wir alle Bürger*innen ansprechen wollen. Von Demonstrationen über Unterschriftenlisten, bis hin zu Aktionen des Zivilen Ungehorsams. 
  3. Der Konsum von Rauschmitteln jeglicher Form ist auf unseren Aktionen untersagt und Menschen werden ansonsten gebeten sich an den Rand der Aktion zu begeben oder die Aktion ganz zu verlassen.
  4. Wir filmen und fotografieren unsere Aktionen, um Aufmerksamkeit zu generieren.  
  5. Wir sind eine offene und friedliche Kampagne und heißen jeden Menschen, der unsere Grundsätze akzeptiert, willkommen. Die Kampagne soll ein Safe Space für alle sein, deshalb akzeptieren wir keine Menschen, welche sich intolerant oder diskriminierend gegenüber anderen Menschen verhalten. Rassismus, Antisemitismus, Faschismus, LGBTIQ*-Feindlichkeit und alle Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit lehnen wir ab. Deshalb gibt es keine Zusammenarbeit mit der AfD und anderen rechtsextremen Kräften.
  6. Wir achten die Würde jedes Menschen. Entsprechend ist die Anwendung von Gewalt jeglicher Art, physisch oder psychisch, außerhalb unseres Aktionsrahmens, auf unseren Aktionen untersagt. Wir lehnen alle Formen von Gewalt ab und bemühen uns stets um eine friedliche Lösung aller Konflikte. Wir behalten uns das Recht auf zivilen Ungehorsam vor. Wir sind strikt gewaltfrei in unserem Handeln und unserer Kommunikation mit der Öffentlichkeit, der Polizei sowie auch untereinander. Wir behandeln jeden Menschen mit Würde und Respekt.
  7. Bei Aktionen Zivilen Ungehorsams organisieren wir uns in Bezugsgruppen. Für Aktivisti werden Aktions-Trainings und Legal Workshops angeboten.
  8. Wir sind eine überparteiliche Kampagne, entsprechend ist das Werben für Parteien auf unseren Aktionen, sei es durch Fahnen oder Flyer, untersagt, sofern im Vorfeld nicht ausdrücklich etwas anderes kommuniziert wurde. Wir kooperieren gerne mit allen Parteien, Vereinen, Organisationen, Bewegungen und NGOs, die unsere Grundsätze und Ziele teilen und nehmen gerne Unterstützung an.
  9. Redebeiträge, Fahnen, Banner, Plakate, Flyer, Sticker und andere Zeichen, welche keinen Zusammenhang mit unseren Zielen haben oder unserem Konsens widersprechen, dürfen nicht bei unseren Aktionen gezeigt werden. 
  10. Wer sich nicht an unseren Konsens hält, ist nicht bei unseren Aktionen erwünscht und wir behalten uns das Recht vor, diesen Punkt des Konsenses aktiv durchzusetzen. Unsere Vorgehensweise wird dabei im Kontext der Situation entschieden. 

Mithelfen

Ein Camp organisiert sich nicht von alleine, sondern wir stemmen das gemeinsam, ob beim Kochen, bei der Awareness oder bei der Sicherheit des Camps! Am Infopoint werden Schichtpläne hängen und im Morgenplenum beraten wir gemeinsam über den Tag. Außerdem gibt es eine Helfer*innengruppe für kurzfristige Aufgaben.

Und da ein Camp auch Geld kostet freuen wir uns über jede Spende, die wir gemeinsam organisiert bekommen.



MACH MIT


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