Erfolgreich gegen Heidelberg Materials
Rückblick auf die Protestwelle April 2026
Ein Camp, das gewachsen ist
Im April 2026 sind wir zurückgekehrt – und wie. Zum zweiten Mal haben wir direkt vor der Hauptzentrale von Heidelberg Materials im Park an der Uferstraße unser Camp aufgebaut.
Eine ganze Woche lang, vom 12. bis zum 20. April, war der Park unser Zuhause, unser Lernort und unser Ausgangspunkt für Widerstand.
Was wir auf die Beine gestellt haben:
- Workshops zu
- globaler Solidarität – den Kämpfen gegen Heidelberg Materials in Pakistan, Indonesien, der Westsahara, Togo, Australien und Palästina
- Bauwende-Visionen: Wie sieht eine Welt aus, die Holz und Lehm statt Beton baut?
- Widerstandsstrategien und Aktionsformen
- Klimagerechtigkeit und dem Versagen der „grünen Lösungen” der Zementindustrie
- u.v.m.
- Konzerte und Kulturprogramm
- Küche für Alle von morgens bis abends
- Vernetzungsräume, Aktionstraining und Bezugsgruppenfindung
- Eine Soliparty am 11. April im Café Leitstelle – damit haben wir schon vor dem Camp ordentlich eingeheizt







Aktionen, die Wellen geschlagen haben
Zeitgleich um Camp wurden in und um Heidelberg Aktionen durchgeführt, die über die Stadtgrenzen hinaus Aufmerksamkeit erzeugt haben.
14.4.2026
Dachbesetzung: Weltweiter Widerstand sichtbar gemacht
Das Camp begann mit einem Paukenschlag: Mehrere Aktivist*innen haben sich mit einer Hebebühne Zugang zum Dach der Heidelberg Materials Hauptzentrale verschafft und dort ein riesiges Banner mit der Aufschrift „Weltweiter Widerstand gegen Zerstörung” befestigt.
Sechs weitere Personen positionierten sich auf Vordächern und zeigten Flaggen der Regionen, in denen Heidelberg Materials Schaden anrichtet: von der Westsahara über Indonesien bis nach Pakistan.
Bilder von Kredo (Unschärfe Kollektiv)












15.4.2026
Party statt Parkplatz
Der Parkplatz vor dem Aldi in Bergheim (Poststraße 7) wurde kurzerhand erobert und in einen Ort des Lebens verwandelt: mit Musik, Seifenblasen, Liegestühlen, Dancefloor und ganz vielen lieben Menschen. Denn tote Betonflächen braucht kein Mensch – und wir haben gezeigt, wie es auch gehen kann. 🌞
16.4.2026
Doppelte Blockade: Leimen und Eppelheim gleichzeitig
Eine koordinierte Aktion im Kampf gegen Heidelberg Materials: Während 28 Aktivist*innen die Zufahrt zum Zementwerk in Leimen blockierten wurde zeitgleich am Betonwerk im benachbarten Eppelheim ein Banner mit der Aufschrift „Klimakiller!” von einem Silo abgerollt. Zwei Werke, eine Botschaft: Diese Industrie tötet – und wir sehen nicht tatenlos zu.
Bilder z.T. von Kredo







17.4.2026
Hafenkran in Mannheim lahmgelegt
Als Löwenzahn verkleidet hat sich Rául an den Hauptschalter des Heidelberg Materials-Entladekrans im Mannheimer Hafen gekettet und den Betrieb vorübergehend zum Stillstand gebracht. Denn was sich hier täglich abspielt – der Transport von Rohstoffen für eine Industrie, die massiv zur Klimakrise beiträgt – darf nicht einfach unsichtbar bleiben.
18.4.2026
„Grau statt Grün”-Demo durch die Heidelberger Altstadt
Mit einem riesigen Zement-Popanz im Schlepptau und dem Chor „Beton! Beton! Beton!” sind rund 50 Menschen vom Heidelberger Theater durch die Altstadt bis zum Protestcamp gezogen. Ironischer Protest, der zeigt: Wir wissen sehr genau, wie Heidelberg Materials sich die Zukunft vorstellt. Und wir wollen das nicht.
Bilder von Samuel Bosch







Dauerhaft
Skandalisiertes Greenwashing beim Heidelberger Frühling
Dass Heidelberg Materials sich beim Klassikfestival “Heidelberger Frühling” immer noch als Wohltäter darstellen kann ist mehr als gefährlich.
Diese Bedrohung haben wir deshalb rund um die Konzerte des Heidelberger Frühlings ganz klar dargestellt, etwa…
- mit furtchbar grässlichen Flötenkonzerten zum Motto “Untergang der Kultur” vor Konzerten,
- mit einem ironischen Werbestand von Heidelberg Materials mit dem grandiosen Angebot “Wir betonieren alles was Ihnen lieb und teuer ist”,
- Aufgehübschten Plakaten des Heidelberger Frühlings,
- …
Breite Berichterstattung in der Presse
12.04.2026 – taz | Proteste gegen die Zementindustrie. Sie wollen Zement beenden
15.04.2026 – nd | End Cement: Campen gegen Klimakiller Bauindustrie
Zum Protestcamp
11.04.2026 – Rhein-Neckar-Zeitung | Wieder „End Cement”-Protestcamp gegen Zementriesen (hier ohne Paywall)
15.04.2026 – Rhein-Neckar-Zeitung | „End Cement” eröffnet Protestcamp mit Dachbesetzung
18.04.2026 – Rhein-Neckar-Zeitung | Warum dürfen End Cement-Aktivisten in der Stadt campen?
20.04.2026 – Rhein-Neckar-Zeitung | Warum End Cement-Aktivisten „Beton” skandierten (hier ohne Paywall)
Dachbesetzung und Bannerdrop
14.04.2026 – Heidelberg24 | Aktivisten kamen mit Hebebühne – Protest vor Heidelberg-Materials-Zentrale
15.04.2026 – Südwest24 | Klimaaktivisten besetzen Dach und starten Protestcamp
Blockaden
16.04.2026 – Rhein-Neckar-Zeitung | „End Cement” klebte sich auf Straße fest und kletterte auf Silo
18.04.2026 – Kommunalinfo Mannheim | Protestaktionen von „End Cement” in Mannheim, Leimen und Eppelheim
Hafenkran Mannheim
17.04.2026 – Wochenblatt Reporter | Protestaktion legt Hafenkran in Mannheim zeitweise lahm
17.04.2026 – MRN News | Aktivist blockiert Hafenkran von Heidelberg Materials
Erreichte Erfolge
Die zweite Protestwelle war stärker als die erste – und das ist kein Zufall.
- Wir haben gezeigt, dass der Widerstand gegen Heidelberg Materials wächst und weiter geht.
- Wir haben mit der doppelten Blockade in Leimen und Eppelheim sowie der Kran-Aktion in Mannheim die geografische Reichweite unserer Aktionen deutlich ausgeweitet.
- Wir haben die internationale Dimension des Widerstands sichtbar gemacht. Die Dachbesetzung am ersten Camptag hat ein starkes Eröffnungssignal gesetzt.
- Wir haben mit dem Camp erneut einen Ort der Gemeinschaft und des Lernens geschaffen.
- Wir haben bundesweit und regional für Presseaufmerksamkeit gesorgt.
- Wir haben neue Menschen gewonnen, Bezugsgruppen geknüpft und das Bündnis gestärkt
- Und: Wir haben ein Jahr nach dem ersten Gespräch weiteren Druck aufgebaut, damit die Forderungen nach einem Entschädigungsfonds und einem unabhängigen Menschenrechtsbericht nicht in der Schublade verschwinden.
Danke, danke, danke!
All das haben wir gemeinsam möglich gemacht! Egal ob du wochenlang mitgeplant hast, für einen Workshop vorbeigekommen bist, in der Küche Knoblauch geschnitten oder nachts auf dem Gelände aufgepasst hast: Dickes Danke!
Insbesondere Danke an Umverteilen, InfraUnited, Food That’s Left, und viele mehr.
Aber: Es sind noch nicht alle Kosten gedeckt. Egal ob für Plakate & Flyer, Infrastruktur, Zelte usw. so ein Camp kostet ordentlich Geld. Deshalb wenn du einen Euro über hast spende gern über:
| Name | Transformation fördern e.V. |
| IBAN | DE56830654080005473330 |
| BIC | GENODEF1SLR |
| Bank | Deutsche Skatbank |
| Verwendungszweck | EndCement |
Anschließend schickt eine kurze E-Mail mit eurem Namen, eurer Adresse und dem Spendendatum an info@transformation-foerdern.org:
Es geht weiter
Zwei Camps, eine Botschaft, wachsender Widerstand – das war erst der Anfang. Heidelberg Materials ignoriert noch immer unsere Forderungen. Also machen wir weiter.
Komm zur End Cement Gruppe! 🩶💚 Ob im Kampagnenrat, beim nächsten Aktionstraining oder einfach beim gemeinsamen Frühstück.
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