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PROGRAMM END CEMENT PROTESTE 2026

Willkommen beim Programm!

Beachte, dass sich einiges noch ändern kann/wird. In dieser List eist aber immer der aktuellste Stand eingetragen, genauso wie (etwas langsamer) vor Ort am Infozelt.

Kinderbetreuung ist während der Programmpunkte möglich. Mittwochs ohne Anmeldung, sonsten gerne einen Tag vorher bei post@end-cement.earth bescheid geben.

Das ist die Legende. Bis auf zum Teil welche der Aktionen findet alles im Rahmen des Camps statt:

Orga + Care

Workshops

Begegnung

Aktionen


Jeden Tag

Vom 14.4. bis 19.4.

Frühstück

um 8:00
Essensausgabe

Onboarding für Neue
(parallel Morgen-Check-In)

10:00-10:30
Dorfplatz

Offenes Morgenplenum

10:30-11:00
Dorfplatz

Mittagessen

um 13:00
Essensausgabe

Abendessen

um 19:00
Essensausgabe


Sonntag, den 12.4.

Camp-Aufbau

Helfer*innengruppe (Signal) →

Montag, den 13.4.

Camp-Aufbau

Helfer*innengruppe (Signal) →

Protest-Trommelworkshop von Rhythms of Resistance

13:00-14:00

Eröffnung des End Cement Camps 2026

ab 16:30

Achtung: Auf Montag verschoben.

Offenes Treffen Widerstandskollektiv Rhein-Neckar

19:00-19:50

Vorstellung der End-Cement-Kampagne

20:00


Dienstag, den 14.4.

Workshop: PHOTOVOICES mit Frank Eckerle

11:00-11:30

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Das End Cement Camp als konkrete Utopie: Ein Photovoice Projekt


Eine bessere Zukunft kann bereits im Hier und Jetzt gelebt werden. In diesem Workshop geht es darum, zu beleuchten, welche täglichen Erfahrungen im Camp diese bessere Zukunft verkörpern. Dabei geht es auch um alltägliche Hindernisse, die dem Erreichen dieser Zukunft (noch) im Weg stehen.

Über die Aktionswoche hinweg werden Teilnehmer*innen im Camp Fotos und dazugehörige kurze Narrative (=Photovoices) anonym einsenden. Am Sonntag werden wir die Photovoices dann gemeinsam ansehen und reflektieren. Das Ziel des Projekts ist, herauszuarbeiten, was das Camp zu einem lebendigen Fragment einer besseren Zukunft macht!

Dienstag, 11-11:30 Uhr: Einführung Photovoice

Sonntag: 11-12:15 Uhr: Reflektionsworkshop. Die Teilnahme ist auch dann möglich, wenn man bei der Einführung am Dienstag nicht dabei war.

Vortrag: Kiesabbau im ganzen Land – dagegen regt sich Widerstand

14:00-15:00

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In den letzten fünf Jahren sind zahlreiche Waldbesetzungen gegen den Kiesabbau entstanden. Denn Kies und Sand sind ein Fundament der klimaschädlichen Beton-Industrie und zerstören beim Abbau oft Grundwasser, Wald und Natur. Der Bedarf an Kies und Sand steigt exponentiell, denn er bildet die Grundlage für den Neubau von immer kurzlebigeren Häusern und der Verdichtung des Straßennetzes. Was könnten Alternativen sein, was bedeutet Kiesrecycling und wie kann der Kiesbedarf auf ein akzeptables Maß gesenkt werden?

Die entstandenen Protest-Orte, die Waldbesetzungen, verstehen sich als kleine Gesellschaftslabore in denen frei erprobt wird, wie eine Gesellschaft ohne Wachstumszwang und Unterdrückung aussehen könnte. Wie treffen wir Entscheidungen, wie lösen wir Konflikte, wenn es keine Könige und Chefs gibt? Und wie leben wir gerecht, ohne im Globalen Süden Ressourcen zu stehlen?

Ein Vortrag von zwei Waldbesetzer*innen.

Funktionales Wohnen – Alternative Wohnformen praktisch umsetzen

17:00-18:30

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Funktionales Wohnen beschreibt eine Art des Zusammenlebens, bei der Raum nach Funktion aufgeteilt wird und nicht nach Eigentum.

Die zwei Workshopleitenden Personen leben seit 4 Jahren zusammen in einer funktionalen WG. Sie erzählen, wieso das für sie eine bessere Wohnform ist, als eine “herkömmliche WG” oder eine 1-2 Zimmer Wohnung. Und wie das praktisch aussieht, welche Herausforderungen es gibt und welche Lösungsansätze sie kennen.

Es bleibt Raum für Fragen und Reflektion, was dir im Wohnen wichtig ist.

Aktionstraining

16:30-21:00
Versammlungszelt

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Im Aktionstraining erfahrt ihr alles wichtige für ungehorsame Aktionen – insbesondere rund um klimakillende Betonköpfe. Wir beantworten Fragen wie:

  • Was sind Aktionen zivilen Ungehorsams
  • Welche rechtlichen Risiken gibt es
  • Was muss ich beachten
  • Auf welche Arten kann ich teilnehmen
  • Was sind Bezugsgruppen
  • …

Mit Essenspause natürlich!

Film: “VON MENSCHEN, DIE AUF BÄUME STEIGEN” Filmvorführung mit Nachgespräch mit Samuel

20:00-21:30

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Ein Film über Klettern, Selbstermächtigung und maximale Wirkung. Und über Wasser und viel Kies.

Die Filmemacher:innen begleiten über 18 Monate lang Aktivist:innen rund um das KlimaCamp im Altdorfer Wald. Protest und ziviler Ungehorsam stoßen in Oberschwaben bei den meisten Büger:innen auf Unverständnis und offene Ablehnung, auch wenn es um den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen geht.

Nun regt sich im Kletteraktivismus eine neue Form des Widerstands, die aber gerichtlich unnachgiebig verfolgt wird. Zunehmend erkennt die Bevölkerung, dass es um Kies, Trinkwasser und Mitbestimmung über den “Alti” geht, der als Staatswald eigentlich allen gehört.


Mittwoch, den 15.4.

Platzpark Aktion

ab 10:00
Aldi Parkplatz, Begheim

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Am 15.04. um 10 Uhr soll es darum gehen, den Parkplatz vor Aldi in Bergheim zu beleben. Gegen Bodenversiegelung, für öffentliche Parks & Plätze wo Menschen sich begegnen und abhängen können statt Parkplätzen! 🤸🏽‍♂️🌳 Es wird versucht Liegestühle zu bekommen, Kreide, Bobbycars, Banner, am besten auch Musik (kennt ihr DJs? Fragt sie an ob sie da auflegen können!), vielleicht gibts Essen. Falls wem noch andere lustige Sachen einfallen, geil! 🪇🤹🏼‍♀️🎺

Das wichtigste: alles macht natürlich mehr Spaß mit mehr Menschen! Deswegen fragt doch jetzt schonmal bei Friends rum, wer am Start wäre 🙂 vlt 2 personen an die ihr gerade spontan denken musstet 😉

Es wird auf dem Camp ein “Ideen Vorbesprechen” Treffen geben am Montag, 13.04. um 18 Uhr.

Alle Parkplätze zu Parks mit viel Platz! Alerta! 💚🔥
32 Min.

Ende Gelände Mobi-Vortrag

12:00-13:00

KLEIDERTAUSCH, SIEBDRUCK, OHRINGVERKAUF, KUCHEN UND INFOSTÄNDE

14:00-17:30

Infostände und parallel Kleidertausch und Kuchen

Architects For Future

16:00-17:00

ROHSTOFFE IN WESTSAHARA UND NEOKOLONIALE AUSBEUTUNG

17:30-19:00

Vortrag mit Alida von Western Sahara Resource Watch

Konzert: Ronja Künstler

20:00-21:30

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Konzert mit Ronja Künstler – End Cement Camp, Mittwoch, 15.4., 20 Uhr – Eintritt frei

“Textlich trifft die Philosophie-Studentin den Nagel des Zeitgeistes auf den Kopf, ist aber weise genug, nicht zu konkret zu sein, um nicht am Ende platten Floskeln zu verfallen.” – Filter Magazin

Wir haben die großartige, einfühlsame Musikerin Ronja Künstler bei uns zu Gast!
Seid dabei und lauscht, rockt und wiegt zu den mal kraftvollen, mal nachdenklichen und mal heftig politschen Songs der Ausnahmekünstlerin!

“Ronja Künstler ist eine faszinierend-vielseitige junge Frau. […] Mit ihren authentischen Liedern und tiefgehenden Texten schafft sie einen einzigartigen poetischen Kosmos.” – Konzertankündigung, Frauenzell

“Authentisch und natürlich gab Ronja Künstler einen Einblick in ihre (musikalische) Welt: nachdenklich und verletzlich, heiter und versöhnlich präsentierte sie ihre Texte mit Gitarrenbegleitung.” – Mittelbayerische Zeitung

Mehr unter: www.ronjakuenstler.co


Donnerstag, den 16.4.

Blockade des Zementwerks Leimen

ab 12:00
parallel zum Camp

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Menschen haben im Rahmen der Protestwoche zu einer Blockade des Zementwerks Leimen aufgerufen. Öffentlich und mit gemeinsamer Wucht.

Klimakampf und Klassenfrage. Links, lauter, Klima?

14:00-16:30

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mit Kim Sophie Bohnen

Wie hängen Klimagerechtigkeit und Klimagerechtigkeit zusammen? Welche sozialen Auaswirkungen hat der Klimawandel? Wie können sich verschiedene links-progressive Bewegungen in derKlimabewegung vereinen? Und wie schaffen wir es, Klimaschutz wieder auf die politische Tagesordnung zu packen?

Diesen und anderen Fragen wollen wir gemeinsam in einem spannenden Workshop nachgehen.

Lesung: “POLITISCHE GEBORGENHEIT – VOR*ANKOMMEN IN SOZIALEN BEWEGUNGEN” mit Clara Tempel

17:30-19:00

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Geborgenheit wird oft im Privaten verortet: In Wohn- und Kinderzimmern, im Mutterleib, im Schneckenhaus. Doch was wäre, wenn sie viel politischer ist, als wir denken?

Geborgenheit spielt eine wichtige Rolle unserer politischen Arbeit für die sozial-ökologische Transformation und kann dazu beitragen, dass wir langfristig aktiv und widerständig sein können. Gleichzeitig müssen wir sie auch immer wieder kritisch hinterfragen, weil sie eingebettet in Machtverhältnisse ist und nicht selten auf Grenzziehungen und Ausschlüssen beruht. Das Buch versucht eine Handvoll Antworten auf die Frage zu finden, wie wir das transformative Potenzial von Geborgenheit im Aktivismus und in der Gesellschaft stärken können, ohne bestehende Machtverhältnisse zu reproduzieren.

Konzert: Mackefisch & Stefan Ebert

20:00-21:30


Freitag, den 17.4.

Workshop: Boykott- Was macht unser Geld

11:15-12:30

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Interaktives Format, dass auf die Ursprünge und Erfolge von verschiedenen Boykottbewegungen schaut. Gemeinsam erkunden wir, welche Hebel wir mit unseren Kaufentscheidungen haben und von welchen Unternehmen wir lieber nichts mehr kaufen.

Workshop: Save Kendeng – Widerstand für Wasser, Land und Leben

14:00-16:30

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Janty von Watch Indonesia erzählt zu dem Protest gegen das Projekt von Heidelberg Materials in Pati, Kendeng, Indonesien.

Workshop: Marx für Alle

17:00-20:00

Mehr Infos

Workshop mit Marie von LinksjugendSolid

Du wolltest schon immer einmal tiefer in die Lehren von Karl Marx und seine Theorien eintauchen? Um die kompletten Marx-Engels-Gesamtwerke durchzuarbeiten, fehlt dir aber einfach die Zeit?

Dann ist dieser Workshop genau richtig für Dich. In kurzer Zeit setzen wir uns gemeinsam, kurzweilig und interaktiv mit den wichtigsten Punkten von Karl Marx und seiner Kapitalismuskritik auseinander – Garantiert für alle verständlich.

Film: „THOUSAND MADLEENS TO GAZA“ – HOW CIVILIANS SET SAIL Filmvorführung mit Nachgespräch mit Jule von Gazawiah

20:00-21:30

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Wir laden euch ein mit uns gemeinsam den Film zu schauen. Wie ist die Bewegung “Thousand Madleens to Gaza” entstanden, was bewegt die Menschen sich ehrenamtlich in extremst riskante Situationen zu begeben und wie sind weltweit übergreifende Bewegungen organisiert? Viele Einblicke zu diesen Fragen im Film und der Frage- und Diskussionsrunde danach.


Samstag, den 18.4.

Vortrag: “ZEMENT, WACHSTUM, GREENWASHING KLIMASTRATEGIEN IM REALITÄTSCHECK” Interaktiver Vortrag mit Dr. Rosalie Arendt

11:00-12:30

Mehr Infos

Die Zementindustrie gehört zu den größten CO₂-Verursachern weltweit und setzt trotzdem weiter auf Wachstum. In diesem interaktiven Vortrag nehmen wir die Klimastrategie von Heidelberg Materials auseinander und fragen: Ist das ernsthafter Klimaschutz oder gut verpacktes Greenwashing?

Wir analysieren, wie die Branche am Prinzip „bauen, bauen, bauen“ festhält und damit den steigenden Zementverbrauch weiter antreibt. Gleichzeitig spielt sie eine zentrale Rolle in einem politischen Narrativ: Zement wird als Beispiel für „unvermeidbare Restemissionen“ dargestellt und dient so als Schlüsselargument zur Legitimation von Carbon Capture and Storage (CCS).

Statt echter Transformation setzen sowohl die Industrie als auch die Dekarbonisierungsstrategien der EU auf genau diese technologischen Scheinlösungen: Ansätze, die den fossilen Status quo stabilisieren, anstatt ihn zu überwinden.

Im Zentrum steht ein kritischer Deep Dive in die norwegische Brevik-Anlage und das Projekt Northern Lights. Gemeinsam gehen wir zentralen Fragen nach: Wer profitiert davon? Warum fließen Milliarden in diese Projekte? Weshalb arbeitet die Zementindustrie eng mit der Öl- und Gasindustrie zusammen? Und welche Rolle spielt der norwegische Staat?

Dabei wird deutlich: CCS ist kein Klimaretter, sondern Teil des Problems.

• Die Brevik-Anlage reduziert nur etwa 50 % der Emissionen und trotzdem wird der Zement teilweise als „nahezu klimaneutral“ vermarktet.

• Über Massenbilanz-Ansätze wird „grüner“ Zement verkauft, während real weiterhin Emissionen entstehen.

• Um die globale Zementindustrie zu dekarbonisieren, bräuchte es rund 3.500 Anlagen wie Brevik: ein völlig unrealistisches Szenario.

• CCS ist ein hochkomplexes System aus chemischen Anlagen, Transportinfrastruktur (Schiffe, Pipelines), Speichern und Injektionsbohrungen mit langen Planungs- und Umsetzungszeiten.

Gemeinsam entlarven wir die Narrative der Industrie, machen die politischen und wirtschaftlichen Interessen dahinter sichtbar und diskutieren, warum diese Strategie keine echte Antwort auf die Klimakrise ist.

Der interaktive Vortrag lädt dazu ein, kritisch hinzuschauen, Widersprüche offenzulegen und über echte Alternativen nachzudenken, jenseits von Wachstum, fossilen Abhängigkeiten und falschen Versprechen.

Demonstration: Grau statt Grün

14:00-16:30
Start am Theaterplatz

Mehr Infos

Angemeldete künstlerische Demo.

Huch, Heidelberg Materials hat wohl erneut zu einer Gegendemo aufgerufen. Anscheinend soll unter dem Motto “Grau statt Grün” gegen die linksgrünideologische Anti-Betonterroristen aufgerufen werden. Stattdessen soll klar gemacht werden: Beton ist die einzige Hoffnung die wir haben.

Schauen wir es uns mal gemeinsam an. 👀

  • Der (optionale) Dresscode ist schwarz & grau.
  • Anscheinend werden dort auch einige Betonköpfe herumlaufen.

Laufdemo vom Heidelberger Theater vorbei am Heidelberger Frühling, über die Theodor-Heuss-Brücke, die Neckarwiese entlang bis zum End Cement Camp.

Panel: GLOBALE KÄMPFE GEGEN DIE ZEMENTINDUSTRIE

Heidelberg Materials ist überall, nicht nur in Heidelberg. Doch auch der Widerstand regt sich auf der ganzen Welt.

Gemeinsam mit Janty von Watch Indonesia, Saleh von Frente Polisario (Westsahara) und Karin von Medico Internationa wollen wir genauer hinschauen und von den Kämpfen erzählen, die überall auf der ganzen Welt gegen die zerstörerischen Machenschaften von heidelberg Materials geführt werden.


Vor allem soll es dabei um die Frage gehen, wie die verschiedenen Kämpfe auf der ganzen Welt vereint und zu einer wirkmächtigen globalen Bewegung werden können.

17:00-19:00

Open Mic Abend 💚

20:00-21:30

Egal ob Musik, Poesie, Rede, Theater oder ganz was anderes. Komm vorbei, komm auf die Bühne und verbringe mit uns einen schönen Abend!


Sonntag, den 19.4.

Malen gegen Zement
Workshop

11:00-12:15

Mehr Infos

Heidelberg Materials hat das Hauptgebäude aufgegeben. Eine Bürger*innen-Initiative beschließt, was mit dem Gebäude und dem Vorplatz passieren soll. In diesem Workshop könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen. Mit Stiften malt ihre eure Utopie nach dem Untergang von Heidelberg Materials direkt auf Fotos des Hauptgebäudes gegenüber.

Mit Franck Eckerle

Yoga

ca. 12 Uhr

Baumhausbau und Knoten

12:15

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Im ersten Teil des Workshops gibt es einen theoretischen Überblick, wie der Bau von Baumhäusern funktioniert. Anschließend üben wir den wichtigsten Knoten dafür: den Kreuzbund

KREATIV IN GESELLSCHAFT INTERVENIEREN Vortrag mit Gespräch mit Tobi Rosswog

14:00-15:30

Mehr Infos


Wie wir abseits von Demo, Petition und Co medienwirksam aktiv sein können, zeigt Aktivist, Autor, freier Dozent und (Mit-)Initiator verschiedener Kampagnen und Kollektive Tobi Rosswog in diesem Impulsvortrag auf. Am Anfang steht eine kurze Analyse, warum wir systematisch auf Kosten anderer leben, obwohl wir das gar nicht wollen. Auf dieser Grundlage beleuchtet Tobi unsere Möglichkeiten, Gesellschaft gemeinsam zu gestalten und in konkreten Kämpfen einen Unterschied zu machen. Tobi zieht dabei lebendige Beispiele aus über 15 Jahren Aktivismus für “Das Gute Leben für Alle” heran. Im Anschluss ist Zeit, um gemeinsam Banden zu bilden. Und nach der Aktion kommt die Repression: Wie es gelingt Milliardenschwere Konzerne wie VW und ihre Staranwälte wie Prof. Dr. Christian Schertz mit ihren überzogenen SLAPP-Klagen abzuwehren, darüber wird Tobi genauso unterhaltsam und motivierend erzählen, wie über die bunten Aktionsbilder.

ZIRKUSAUFFÜHRUNG
Kleine Performance zum Thema Klima von Kindern und Jugendlichen inkl. Klimaprotestchor

16:00-16:30

Abschluss des End Cement Camps

16:30-17:00


Montag, den 20.4.

Camp-Abbau

Helfer*innengruppe (Signal) →

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HINTERGRUND-INFOS

Warum ein Buerger*innenrat zur Bauwende?

Wir wollen alle einen gesunden Planeten, der nicht in eine selbstverstärkende Klimakrise abrutscht. Dazu brauchen wir dringend eine Bauwende und dabei kann Zement nicht die Zukunft sein. Heidelberg Materials und die anderen Zementhersteller sorgen für 7-8% aller globalen CO₂-Emissionen [1], und sie haben keinen kredibilen Plan das zu ändern. Ihre einzigen Lösungen sind "alternative Brennstoffe" und Carbon Capture [2]:

Dabei ist "alternative Brennstoffe" einfach nur eine schöne Bezeichnung für Müll, also Autoreifen, Klärschlamm, Plastik, Tiermehl usw., der statt Kohle seit Jahren weitestgehend regulationsbefreit in Zementwerken verbrannt wird. Grün ist das Ganze in deren Augen nur, weil den Zementkonzernen dabei buchhalterisch keine Emissionen angerechnet werden [3], entstehen tun sie trotzdem. 

Bei Carbon Capture plant die Zementindustrie Millionen Tonnen CO₂ Jahr für Jahr unters Meer zu pumpen. Mit anderen Baustoffen würden die zwar gar nicht erst ausgestoßen werden, aber die Industrie meint es brauche eine gigantische neue Infrastruktur an Schiffen, LKWs und Pipelines, die nichts anderes als CO₂ transportieren würden und durch Lecks nicht nur alles wieder entweichen lassen könnte, sondern dazu noch Anwohner*innen die Luft zum Atmen nehmen kann, wie es 2020 in der Stadt Sartaria passiert ist [4]. Zum Auffangen des CO₂ würde es neue, teure Technik brauchen, die nicht nur den Energieverbrauch verdreifachen würde, sondern auch für zusätzliche Feinstaub-, Stickoxid- und Ammoniakemissionen sorgen könnte [5]. 

Trotzdem plant die Zementindustrie 2050 über eine Milliarde Tonnen CO₂ jedes Jahr abzupumpen [6]. Aus der Perspektive von Dominik von Achten und Co ist es mehr als verständlich sich an technologischen Wunderlösungen festzuhalten. Die Zementindustrie lässt sich schließlich nicht einfach Klimaneutral umbauen - durch den Kalkstein, der zur Herstellung verbrannt werden muss, wird zwingend CO₂ freigesetzt [2].

Deshalb muss aber unsere eigentliche Antwort sein: Bauwende, jetzt!

Wir müssen so weit wie möglich Zement vermeiden - und Heidelberg kann jetzt Vorreiter sein. 

Wir brauchen weniger Neubau, das heißt jeder Abriss muss kritisch hinterfragt werden und Neubau vermieden werden. Erst sollen die bestehende Gebäude gerecht verteilt werden. Was gebaut wird, muss besser gebaut werden, mit wiederverwendeten Materialien oder direkt ökologischen Baustoffen wir Holz und Lehm. Der Zement der noch verwendet werden muss, muss ohne Menschen- & Völkerrechtsverletzungen entstehen und so energieffizient wie möglich produziert werden. [7,8,9]

Die Lösung wird nicht einfach sein, deshalb brauchen wir einen ausgelosten Bürger*innenrat der sich damit auseinandersetzt. Nur durch Bürger*innenräte, die durchs Auslosen ein repräsentatives Stadtbild darstellen und von Expert*innen unterstützt werden, könnend ie Bürger*innen der Stadt selbst über komplexe Fragen wie die Bauwende entscheiden ohne von Franktionszwängen und Anbiedern der Spitzen von heidelberg Materials beeinflusst zu werden [10].

Vor drei Jahren haben alle Bundestagskandidierenden Heidelbergers von CDU, Grüne und SPD klar gesagt, dass sie Bürger*innenräte auf Bundesebene wollen, also Zeit es auch lokal umzusetzen [11].

Es ist Zeit als Heidelberger*innen voran zu schreiten!

Quellen:

[1] https://gccassociation.org/concretefuture/

[2] https://www.vdz-online.de/wissensportal/publikationen/dekarbonisierung-von-zement-und-beton-minderungspfade-und-handlungsstrategien

[3] http://www.businessinsider.de/wirtschaft/das-schmutzige-millionen-geschaeft-so-lukrativ-ist-das-verbrennen-von-muell-fuer-die-zementindustrie-und-darum-wird-so-ein-geheimnis-daraus-gemacht-c/

[4] https://www.huffpost.com/entry/gassing-satartia-mississippi-co2-pipeline_n_60ddea9fe4b0ddef8b0ddc8f

[5] https://www.ciel.org/reports/deep-trouble-the-risks-of-offshore-carbon-capture-and-storage-november-2023/

[6] https://gccassociation.org/concretefuture/

[7] https://www.architects4future.de/

[8] https://www.bauhauserde.org/

[9] https://dwenteignen.de/

[10] https://www.buergerrat.de/wissen/was-bringen-buergerraete/

[11] https://mittendrin.buergerrat.de/aktuelles/heidelberg-3-0-fuer-buergerraete/

HINTERGRUND-INFOS

Warum kein Heidelberg Materials Sponsoring?

Heidelberg Materials hat weltweit genug Schaden angerichtet. Ob in Togo, der Westshara, Palästina oder Indonesien, weltweit hat der Konzern für Umweltzerstörung, Vertreibung und Ausbeutung gesorgt und deshalb gegenprotest erhalten [1].

Das mindeste wäre es sich zu entschuldigen, aber stattdessen werden die Zerstörungen, die schon in etlichen Dokus und Zeitungsberichten dokumentiert wurden, einfach geleugnet und der Protest ignoriert. Am 16. Mai 2024 haben wir auf der Aktionärsversammlung von Heidelberg Materials verlangt endlich Butter bei die Fische zu geben und haben zwei Forderungen vorgelegt:

1. Zahlt Entschädigungen: In Zeiten von Rekordgewinnen ist es nicht viel verlangt auf 30ct pro Aktie zu verzichten und einen Entschädigungsfond von 50 Mio € für betroffene Menschen in Indonesien, Westsahara, Togo und Palästina einzurichten.

2. Sorgt für Transparenz: Gebt einen unabhängigen Bericht über die Einhaltung eurer Menschenrechte in Auftrag, alles andere ist Whitewashing und Augenwischerei. [2]

Die Konzernspitze hat sich geweigert darauf einzugehen und stattdessen nur betont, dass man ja schon grundsätzlich Menschenrechte achte und das intern schon genug im Blick habe. Der Entschädigungsfond sei auch zu viel gefordert, man erneuere schließlich schon (kein Witz) Zebrastreifen in Bulgarien und mache damit schon genug für die lokalen Gemeinschaften… [3] Seitdem gab es keine weitere Antwort von Heidelberg Materials zu den Forderungen.

Gleichzeitig darf sich der Konzern auf städtischen Kulturveranstaltungen als Wohltäter darstellen und die Vorwürfe werden mit keinem Wort erwähnt. Ob beim Heidelberger Theater, dem Heidelberger Herbst oder dem Heidelberger Frühling, der Konzern ist als Top-Sponsor dabei und erlaubt großzügig auch die Nutzung seiner Eingangshalle für Konzerte - während er andernorts indigene Völker verteibt [4].

Wir sollten dieses Whitewashing nicht mehr länger ermöglichen. So lange weder ein Entschädigungsfond, noch ein unabhängiger Menschenrechtsbericht eingerichtet wurden, müssen wir uns als Heidelberger*innen gegen dieses Whitewashing wehren.

Quellen:

[1] https://end-cement.earth/#struggles

[2] https://end-cement.earth/wp-content/uploads/2024/07/KA-Gegenantrage-Heidelberg-Materials-2024-1.pdf

[3] https://end-cement.earth/wp-content/uploads/2024/07/Stellungnahme-zu-den-Gegenantragen-1.pdf

[4] https://end-cement.earth/indonesien